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Herzkatheteruntersuchung

Die sogenannten Herzkranzgefäße umschließen netzartig das gesamte Herz und sorgen für eine Durchblutung des Muskels

Man unterscheidet 3 Herzkranzgefäße. Das Vorderwand-, Seitenwand- und Hinterwandgefäß. Kommt es zu einer Verengung dieser Kranzarterien, so spricht man von einer koronaren Herzerkrankung (KHK).

Ärzte der kard. Gemeinschaftspraxis
Ärzte der kard. Gemeinschaftspraxis
von links: Dr. Specking, Dr. Haj-Yehia, Dr. Zygan, Dr. Reiff, Dr. Linse
Herzkateterlabor im St-Josef-Krankenhaus Moers
Herzkateterlabor im St-Josef-Krankenhaus Moers
von links: Dr. Schickel, Sr. Vivienne, Dr. Haj-Yehia, Sr. Diane, Sr. Steffi, Dr. Linse, Sr. Elke und Dr. Specking
Von links: Sr. Diane, Sr. Vivienne, Sr. Steffi, Sr. Elke
Von links: Sr. Diane, Sr. Vivienne, Sr. Steffi, Sr. Elke

Solche Verengungen können zu einer Minderdurchblutung des Herzens, insbesondere bei körperlicher Belastung, führen. Das kann dann Beschwerden wie Druckgefühl oder Schmerzen auf der Brust (Angina pectoris) und Luftnot verursachen. Seltener können solche Engstellen auch Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Kommt es zu einem kompletten (akuten) Verschluss des Herzkrangefäßes, so spricht man von einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt). In einem solchen Fall ist dann selbstverständlich Eile geboten. Die Durchblutung muss schnell wiederhergestellt werden, sonst kommt es zu einem Absterben des zu versorgenden Muskelgewebes.

Je nach betroffenem Gefäß unterscheidet man dann einen Vorderwand-, Seitenwand- oder Hinterwandinfarkt.

Für Patienten ohne wesentliche Vorerkrankungen bieten wir die Möglichkeit einer ambulanten Herzkatheteruntersuchung an. Sollte keine „Reparatur“ (Intervention) der Herzkranzgefäße notwendig sein, so ist es den Patienten in der Regel möglich, schon 3-4 Stunden nach dem Eingriff nach Hause zu gehen. Hingegen erfolgt in der Regel nach einer Stentimplantation für eine Nacht eine stationäre Überwachung.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt in der Regel schonend über das rechte Handgelenk. In Ausnahmefällen kann auch eine Untersuchung über die Leiste erfolgen. Entgegen der häufigen Meinung erfolgt keine Narkose bei der Untersuchung, lediglich eine örtliche Betäubung im Bereich der Eintrittsstelle. Eine Narkose ist nicht erforderlich, da die Untersuchung zumeist vollkommen schmerzfrei und von kurzer Dauer ist (15-20 Minuten). Über die Hauptschlagader (Arterie) wird ein dünner Draht bis zum Herzen vorgeschoben. Entlang des Drahtes, welcher als Schiene dient, kann ein feiner Plastikschlauch (Katheter) bis an das Herz herangeführt werden. Der Draht wird dann wieder entfernt und über den Katheter kann Kontrastmittel in die Herzkrangefäße gespült werden. Eine Röntgenanlage filmt diesen Vorgang

Mit einem Herzkatheter können solche Engstellen frühzeitig erkannt und direkt behandelt werden. Diese Untersuchung findet daher entweder elektiv (geplant) oder notfallmäßig im akuten Infarkt statt. In Kooperation mit dem St. Josef Hospital Moers bieten wir daher eine 24/7-Interventionsbereitschaft mit erfahrenen Ärzten der interventionellen Kardiologie.

Bei der Wahl der Materialien (Stents, Katheter, Drähte etc.) legen wir Wert auf höchste Qualität und beziehen diese nur von namenhaften und marktführenden Herstellern.